- 5.12.25 - Opening at Mz* Baltazar’s Laboratory
- Mid November: Fassfabrik
- LeMu exhibition until February 2026
- vanish. deflate on view in Stucco Hall, Miklov (CZ) until 20.11.25
- Fluviale goes Hochsommer Art Festival - Bad Radkersbug
- Fluviale – Along the Line: Mikulov
vanish. deflate
Deflateable, 3D prints, sound installation2025
A motion sculpture of the eroding process of data travel in time.
Since the beginning of FLUVIALE, Verena Tscherner has been collecting personal items from people attending events and exhibitions. The items handed in by visitors are captured using a 3D scanner, stored in digital memory, and incorporated into the installation as 3D-printed replicas serving as individual “trace elements.” Under the influence of external forces, the objects move around in the breathing time capsule, interfering with each other and inevitably colliding. The collisions cause the objects to gradually break apart and grind each other down. An artificially triggered real weathering process has begun and is taking place before the eyes of the visitors. But the erosion process already began with the scanning. Inaccuracies, disruptive factors, and scaling alter and simplify the information. The personal references and conceptual connections associated with the object have disappeared; even if the personal connection was recorded and stored in a text, or other recording, it is now separated from the object, like the data sets of the 3D images, and can only be artificially reconstructed, i.e., reassembled differently. They have followed the progress of entropy, the inexorable law of thermodynamics. Although data transfer serves and should serve t remember and preserve information and knowledge, the loss of information is already inherent in the transfer of data. The installation will travel, along the line, with the project and the FLUVIALE, accumulating more and more objects and making the space in the breathing time capsule increasingly cramped. Just as the transfer of information changes the objects, the development process is predictable, with the objects decomposing beyond recognition and dissolving over time.
Text: Thomas J. Jelinek
Eine kinetische Skulptur, die den Erosionsprozess der Information im Prozess der DatenĂĽbertragung ĂĽber den Lauf der Zeit,Â
im sichtbaren Ablauf bis zum Verschwinden, lesbar macht.
Seit Beginn von FLUVIALE sammelt Verena Tscherner persönliche Gegenstände von Besucher*innen der Veranstaltungen und Ausstellungen. Die von den Besucher*innen abgegebenen Gegenstände werden mit einem 3D-Scanner eingelesen und digital gespeichert. Die aus den Daten im 3D-Druck hergestellten Repliken, werden als individuelle „Spurenelemente” in die Installation integriert. Unter dem Einfluss äußerer Kräfte – in Form von algorithmisch gesteuerten Magnetfeldern –  bewegen sich die Objekte in der atmenden Zeitkapsel, geraten dabei in Wechselwirkung aneinander und kollidieren unweigerlich. Durch die Kollisionen schlagen sich die Objekte ab, brechen allmählich auseinander und zermahlen sich gegenseitig. Ein künstlich ausgelöster realer Verwitterungsprozess hat begonnen und findet vor den Augen der Besucher*innen statt. Der Erosionsprozess begann jedoch bereits mit dem Scannen. Ungenauigkeiten, Störfaktoren und Skalierungen verändern und reduzieren die Informationen.  Die persönlichen Bezüge und konzeptuellen Verbindungen, die mit dem Objekt verbunden waren, sind verschwunden. Selbst wenn die persönliche Verbindung in einem Text oder einer anderen Aufzeichnung festgehalten und gespeichert wurde, ist sie nun vom Objekt getrennt, wie die Datensätze der 3D-Bilder gleichermaßen von den Gegenständen abgelöst wurden und kann nur künstlich rekonstruiert, d. h. anders zusammengesetzt werden. Sie sind dem Fortschreiten der Entropie gefolgt, dem unerbittlichen Gesetz der Thermodynamik. Obwohl die Datenübertragung dazu dient und dienen sollte, Informationen und Wissen zu speichern und zu bewahren, ist der Verlust von Informationen bereits in der Datenübertragung enthalten. Die Installation wird zusammen mit dem Projekt und der FLUVIALE entlang der Strecke wandern, immer mehr Objekte ansammeln und den Raum in der atmenden Zeitkapsel zunehmend beengen. So wie die Übertragung von Informationen die Objekte verändert, ist auch der Entwicklungsprozess vorhersehbar: Die Objekte zerfallen bis zur Unkenntlichkeit und lösen sich mit der Zeit auf.
Text: Thomas J. Jelinek
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